tosa inu

Der Beginn unserer Tosa-Inu-Zucht und erste Ausstellungserfolge

Wir können uns diese sanften Riesen nicht mehr wegdenken. Vor über zehn Jahren sind wir recht schnell die Besitzer zweier Tosa Inus geworden. Ein Züchter wollte damals seine Tosa-Inu-Zucht verkleinern und bot uns einen 18 Monate alten Rüden und eine fünf Jahre alte Hündin an. Wir waren schon immer recht fasziniert von diesen Riesen und konnten es kaum erwarten, so etwas seltenes und schönes zu Hause haben. Der Platz war da, die Erfahrung auch und der Wille erst recht. Wir wollten Tosa Inus haben und züchten.

Endlich kamen diese Riesen bei uns an. Sofort konnten wir feststellen, was für eine Anmut und Ruhe sie ausstrahlen. Der Tosa Inu ist von Natur aus ein recht ruhiger Hund, der nur bellt oder Laut von sich gibt, wenn wirklich etwas ist.

 

Da unser Entschluss feststand, dass wir züchten wollten, begannen wir Ausstellungen zu besuchen. So fuhren wir mit unserem Jungrüden Ippon quer durchs Land, sogar bis nach Holland (Zuidlaren).

Immer hatte Ippon unter den Tosa Inus Erfolg und holte viele Preise. Er war im Laufe der Jahre Jugend-Champion, nationaler sowie internationaler Champion geworden und holte mehrmals den Titel Best of Show, Bester Tosa Inu und Rassebester! Wir waren mächtig stolz auf unseren Dicken, den wir manchmal liebevoll Fettbacke nannten.

Leider war dies nur mit ihm möglich, unsere Hündin lief an der Leine schlecht und wollte sich nicht richtig auf Ausstellungen präsentieren. Und dann klappte es leider mit der Zucht nicht. Die Hündin, wurde immer älter und ließ sich nicht decken. Egal was wir machten und versuchten, es wollte nicht klappen. So vergingen die Jahre ohne Tosa-Inu-Babys und wir waren recht traurig, wollten wir doch von ganzem Herzen mal Welpen aufziehen. Im Alter von neun Jahren wurde die Hündin krank und wir mussten sie von ihrem Leiden erlösen.

Weitere Tosa-Inu-Damen vergrößern unser Rudel

Wir kontaktierten also noch mal den Züchter, wo wir damals unsere ersten beiden herbekommen hatten. Er bot uns kurz darauf wieder eine Hündin an, noch recht jung, top gesund, geeignet für Zucht und Ausstellung. Nach einer Besichtigung beim Züchter holten wir diese schöne und noch recht junge Hündin zu uns. Ippon, unser Tosa-Inu-Rüde, schloss sie einfach sehr schnell in sein Herz, von da an waren diese Beiden unzertrennlich. Die Hündin hörte auf den Namen Lulu und bald hatten wir unseren ersten Wurf Tosa-Inus.

Aus diesem Wurf von drei Welpen behielten wir eine Hündin mit dem Namen Animee für uns. Tosa Inus zu züchten ist eine Herausforderung, weil die Welpen eine gute Sozialisierung brauchen. Das heißt, man sollte viel Zeit und Geduld bei der Aufzucht dieser Rasse haben. So können die Welpen bei fremden Menschen recht zurückhaltend, sehr vorsichtig und misstrauisch reagieren. Eine gute Prägung ist von ganz großer Wichtigkeit!

Auf der Suche nach Ippons Nachfolger

Mit den Jahren hatten wir immer mal wieder Welpen, mal mit Animee, mal mit Lulu. Wir behielten aber auch immer wieder mal eine vielversprechende Hündin aus eigener Zucht. Der Tosa-Rüde Ippon wurde immer älter und noch ruhiger als sonst, er war nun ein alter, lieber Papa geworden. So mussten wir jederzeit damit rechnen das Ippon vielleicht mal nicht mehr da ist. In Holland haben wir dann nach langem Hin und Her einen guten Züchter gefunden, dessen Tosa Inus gut zu unseren passen würden und so bestellten wir einen Rüden aus seiner Zucht. Drei lange Jahre mussten wir dann warten auf diesen Rüden. Aus unserer Nachzucht hatten wir die Hündin Every behalten, Vater war der Ippon und Mutter die Lulu. Every ist eine nicht so große Hündin, aber dafür recht schwer. Leider konnten wir nicht weiter züchten, den Ippon ist ja der Vater. So suchten wir einen fremden Deckrüden und in Polen wurden wir fündig. Ein Prachtkerl von einem Tosa Inu, sehr groß und recht schwer, mehrfacher FCI-Champion und top-gesund. Und was vor allem für die Weiterzucht sehr wichtig war, er war zu 100 Prozent fremd!

So kam es, dass wir im Januar 2006 nach Polen, Oberschlesien, fuhren und ließen die Every eindecken, alles klappte super. Der Rüde Hakim deckte das erste Mal und machte seine Sache prima. Doch leider hatten wir uns zu früh gefreut, die Hündin nahm nicht auf und blieb leer. Der Deckakt war nicht ganz verloren gewesen, so konnten wir sechs Monate später im Juli 2006 noch einmal decken fahren. Und im September 2006 kamen sieben gesunde rote Tosa-Inu-Babys auf die Welt.

Every war eine sehr gute fürsorgliche Mutter und zog ohne Komplikationen die Welpen auf. Aus diesem Wurf von Every und Hakim haben wir uns die Keiko behalten, eigentlich war sie damals die kleinste von den Welpen, ist aber heute eine recht kräftige große Hündin geworden.

Leider konnten wir bis heute von unserer anderen Hündin Nami noch keine Welpen großziehen, auch hier haben wir das Problem, die Hündin lässt sich nicht decken. Aber wir geben die Hoffnung bei dieser schönen Hündin nicht auf, vielleicht kommt ja mal bei ihr der Wille und es wird auch dann klappen.

Abschied und Neuanfang

Im Jahre 2006 mussten wir auch Abschied nehmen von unserem Ippon, er schlief ganz in Ruhe und ohne Schmerzen ein. Kurz darauf bekamen wir auch die erfreuliche Nachricht aus Holland, wir könnten einen Rüden besichtigen. Drei Jahre hatten wir gewartet. Als die Welpen in Holland vier Wochen alt waren, konnten wir uns einen schönen dunklen Rüden auswählen und holten ihn später zu uns. Dieser Rüde heißt hier bei uns Inuyasha, was so viel bedeutet wie Hundedämon, aber Inuyasha ist alles andere als ein Dämon, sondern ein recht bewegungsfreudiger Kasper. Die Zeit vergeht und Inuyasha ist gewachsen und schon mit einem Jahr war er recht groß und schwer und jetzt mit 18 Monaten ist er größer und schwerer als seine Eltern geworden.

Er ist 85 cm groß und hat ein Gewicht von über 80 kg. Er ist ein gut erzogener Geselle, der es nicht wagen würde, die Rangordnung auf den Kopf zu stellen und wie alle Tosas ist er recht ruhig, sehr verspielt und sehr verschmußt. Doch wen er nicht leiden kann, den kann er wirklich nicht leiden und zeigt es hier auch deutlich.

Er ist auch wie sein Vorgänger schon viel ausgestellt worden und holten auch hier viele Titel wie Jugendchampion und Best of Show! Natürlich ist auch Inuyasha schon Vater geworden, so auch in einer Verpaarung mit unserer Every, wo gleich drei Tosa-Rüden schwarz mit loh kamen, was recht selten ist, da es ja immer rote oder sandfarbene Tosas gibt. Nach langem Hin- und Hertelefonieren sagte uns der Züchter aus Holland von Inuyasha, dass der Großvater ein schwarz/loh-farbener Tosa Inu ist und in Frankreich steht.

Inuyasha wird auch in Zukunft noch viele Kinder haben und sich viele Titel auf Ausstellungen holen. Und wir werden natürlich weiterhin unsere Fettbacken züchten. Auf Ausstellungen gehen und die Rasse Tosa Inu bekannt machen.

Denn einmal Tosa, immer Tosa!

10 Jahre  Tosa Inu Zucht „Globetrotters“  2000-2010


Und es gibt uns immer noch. 10 Jahre sind nun her als bei uns der erste Tosa einzog.  Kaum zu glauben das die Zeit so schnell vergeht. Und wir schauen auf 10 Jahre zurück.  
In der Zeit war es nicht immer leicht. Gemeinsam haben wir Höhen und Tiefen mit unseren Tosa Inus durch gestanden.

Das Jahr 2010 – der Unfall


Das Jahr  hatte nicht gut angefangen. Unsere Prinzessin Kaiko hatte bei der Geburt einen Unfall.  Bei der Geburt hatte sie einen schweren Scheidenriss der sofort operiert werden musste da waren die Kleinen noch nicht einmal 24 h alt. Eine schwere Zeit für Kaiko und uns.  Zu Glück hat sie alles gut überstanden sowie auch ihre Welpen.

Doch eine Frage war geblieben – Was bring die Zukunft?


Nach langen hin und her überlegen und mit Rücksprachen mit Tierärzten und befreundetet Züchter im In- und Ausland stand unseren Entscheidung fest.
Kaiko war von da nicht mehr für die Zucht geeignet. Und wir haben sie kastrieren lasse. Uns war das Risiko einfach zu groß. Anderen hätten noch einen Wurf mit ihr gemacht aber wir nicht.  Warum?  Schon bei dem Deckakt können Probleme auftauchen.  Und dann – die Welpen können nicht natürlich auf die Welt kommen es würde zu 100% ein Kaiserschnitt werden. Das Risiko Kaiko bei einem Kaiserschnitt zu verlieren  ist für uns einfach zu groß.  Daher haben wir den Weg der Kastration gewählt.
Trotz alle dem wird unseren Prinzessin Kaiko bei  uns bleiben und hier ihren Lebensabend mit uns gemeinsam verbringen.

Das Jahr 2010/2011 – ein Jahr der Entscheidungen


Nicht nur das Kaiko den Unfall hatte kam noch eine weitere Hürde hinzu. In unseren Verein, wo wir seit 1993 Mitglied waren, kam es zu einen kurzen und heftigen Streit. Der zu Folge hatte das wir in verlassen haben und nun auf der Suche waren nach einen neuen Zuchtverband der auch unseren Interessen vertritt. Was gar nicht so einfach war.
Natürlich gibt es viele Zuchtvereine und Molosserclubs. Doch wir wollten International auftreten mit unseren Tosas. Denn in Europa gibt es nur sehr wenige Züchter.


„ Inmitten von Schwierigkeit liegt Gelegenheit!“


Also haben wir uns entschlossen unsere zukünftige Zucht im
FCI / VDH / Molosserclub e.V. eintragen zu lassen.

Jahr 2011 – Warten auf Nachrichten


Erst einmal hieß es Hoffen und Bangen.  Es war für uns ein Nervenkitzel der besonderen Art.  Werden wir genehmigt?  Oder werden wir abgewiesen? Keiner konnte es uns sagen, uns blieb nur der Weg zu warten.
Dann die erste gute Nachricht nach langer Zeit.
Nach erster Überprüfungen sind wir Mitglied im FCI / VDH / Molosserclub e.V.
Darauf folgte gleich das Züchterseminar was mit Erfolg abgeschlossen wurde.


Aber der schwerste Weg lag uns noch bevor.
Unsere Zuchtname „Globetrotter´s“ war schon vergeben. So mussten wir uns einen  neuen einfallen lassen. Die Auswahl war schwierig und wir konnten uns so schnell nicht entscheiden.   Von 6 verschiedenen haben wir uns auf drei geeinigt und sie beim FCI/ VDH eingereicht. Und wieder hieß es warten und bangen.  In der Zwischenzeit wurde unsere Zuchtstätte vom Hauptzuchtwart des Molosserclub e.V.  abgenommen und genehmigt.
Nach über 8 Wochen das Warten kann endlich die heiß ersehnte Nachricht.


Aus Tosa Inu Kennel „ Globetrotter´s“ wird
 Tosa Inu Kennel
„ Inuyasha´s Globetrotter´s“
eingetragen im FCI / VDH / Molosserclub e.V.


Da das Jahr 2011 ein Jahr das Warten war so hatten wir auch keine Welpen. Kaiko konnten wir nicht mehr zulassen da sie kastriert war. Unsere Junghündin Akanee hatte noch keine Zuchtzulassung, wir wussten auch noch nicht welchen Zuchtnamen wir nun bekommen würden usw.

Aber eine Pause ist auch mal nicht schlecht!


Die Chance


„Es ist keine Schande von Neuen zu beginnen. Meistens ist es eine Chance!“

Diese Chance wollen wir dieses Jahr auch nutzen mit unseren Deckrüden Inuyasha und mit unserer Junghündin Akannee. Die Welpen aus dieser und allen anderen zukünftigen Würfen bekommen FCI / VDH Papiere, eine schwierige Hürde ist vollbracht.


Und wieder einmal sagen wir:


Denn einmal Tosa, immer Tosa!


 


Designed and powered by Nicole Minzlaff / © Tosa Inu Kennel "Inuyasha´s Globetrotters" Besitzer: Michael Minzlaff

Inuyasha´s Globetrotter´s is registered by FCI/VDH