tosa inu

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Doch auch sonst gab es Spitzenreiter: Den
höchsten Cadmiumgehalt wies Twinner Vollkost
auf, eine ‚naturreine gesunde Vollnahrung‘.
Mit dem höchsten Bleigehalt konnte der
Latz Leber-Pansen-Napf für ,eine ausgewogene
und gesunde Ernährung Ihres Hundes‘
aufwarten.“
Erschreckend und bezeichnend für das mangelnde
Verantwortungsbewusstsein der Hersteller
ist, daß auch und gerade Welpen- und
Kätzchen-Futter giftige Rückstände enthielt.
So fand sich beispielsweise in Pal für Welpen
(‚Enthält alles, was der junge Hund für ein gesundes
Wechstum braucht‘) der höchste Gehalt
an Lindan – für Leute mit Humor hält wenigstens
das Etikett der Dose die Beruhigung
parat, daß die ‚falsche Ernährung eines Welpen
zu bleibenden Entwicklungsschäden führern
kann‘.“
Das weiß auch Frolic junior und bietet
alles, was Ihr junger Hund täglich braucht‘:
Lindan, DDT, zwei synthetische Farbstoffe,
dazu unzulässige Mengen an alpha- und
beta-HCH.“
Und warum sollte es den Whiskas-Katzenkindern
besser gehen – sie bekommen zum
Lindan und DDT noch etwas PCB mit auf den
Lebensweg und natürlich auch zweimal soviel
alpha-HCH wie erlaubt. Dabei verspricht das
Etikett dem Käufer, daß dieses Produkt ‚kontinuierlich
wissenschaftlich kontrolliert‘ wird.
Die Kontrolle ist offenbar für die Katz. DasProdukt entspricht nicht den gesetzlichen
Mindestanforderungen und der Hersteller
schert sich wohl auch nicht um die Gesundheit
der lieben Vierbeiner.“
Als Lobbyisten und freiberufliche Mitarbeiter
von Waltham-Effem sahen dies Meyer und
Zentek allerdings aus einer anderen Perspektive.
In der 3. und 4. jeweils neubearbeiteten
Auflage von ihrer »Ernährung des Hundes«
brachen sie sogar eine Lanze für die Aroma-,
Farb- und Konservierungsstoffe: (vgl. Abschnitt
8.3)
Eine in der Praxis oft überschätzte Bedeutung
haben Geschmackkorrigenzien in Mischfuttermitteln.
Neben Vanillin, Anis, Fenchel
sowie Natriumglutamat werden verschiedene
andere Essenzen zugesetzt, um bestimmte
Geschmackstönungen, wie sie in natürlichen
Produkten vorkommen (Leber, Huhn, Fleisch
etc.) zu simulieren. Es bestehen keine Hinweise,
dass der Hund durch diese Zusatzstoffe
auf bestimmte Geschmacksrichtungen
geprägt und ein Futterwechsel erschwert
wird.“
Bisher bestehen keine Hinweise, dass von
den Zusatzstoffen eine spezielle Gefährdung
für Allergien ausgeht. Die meisten Zusatzstoffe
sind chemisch einfach aufgebaute Substanzen
ohne allergene Potenz.“
Die dem Ethoxiquin aufgrund empirischer
Beobachtungen nachgesagten schädlichen
Wirkungen haben sich bisher experimentell
nicht bestätigt.“
Die chronische Toxitität der Propionsäure,
des Propylenglykol, des Ethoxiquin, des
Ronidazol, des Avoparcin und einiger anderer
Stoffe als mehr oder weniger legaler Zusatzstoffe
sind in der Ernährung des Hundes
kein Thema. Erst recht spricht man nicht
über andere Schadstoffe in der Nahrungskette
des Hundes. Zahlreiche Gesetzeslücken
in den Futtermittelverordnungen erlauben
eine Irreführung und Täuschung der Verbraucher.
Für den Schadensfall wurde doch schon
Vorsorge getroffen: In fast allen Praxen
stehen Allergie- und andere Diäten zur
Behandlung der verschiedenen Erkrankungen
des Hundes infolge seiner Fehlernährung
bereit.
5.6 Das Kochsalz und
die Gewürze
Dagegen ist das Kochsalz-Bewusstsein in der
Veterinärmedizin und bei den Hundehaltern
weiterhin recht schwach ausgeprägt. Einige
Produkte auf dem Markt enthalten zwar Natriumchlorid,
nur wird in der Fütterungspraxis
kein Unterschied zwischen großen und kleinen
Hunden, Schoß- und Gebrauchshunden,
gesunden und kranken Hunden sowie heißen
und kalten Tagen gemacht.
Viele Besitzer und Züchter sind auch derzeit
noch überzeugt, dass Salz und Gewürze für
den Hund schädlich sind und insbesondere
Nierenerkrankungen verursachen. Dass aber
das Gegenteil der Fall ist und sogar bestehende
Herz- und Nierenerkankungen sich
durch den Entzug von Kochsalz noch verschlimmern
können, ist sogar in der Tierärzteschaft
nicht allgemein geläufig. Der Hund verträgt
nahezu die gesamten in der menschlichen
Ernährung und Küche verwendeten
Kräuter und Gewürze, sofern nicht eine
exzessive Verabreichung vorliegt. Knoblauch
wirkt entgegen einer noch weit verbreiteten
Auffassung allerdings nicht vermizid.
5.7 Die Folgen der
Fehlernährung
Der Werbeslogan der Pet Food-Industrie,
wonach in der Hundenahrung »alles drinn
ist«, trifft sogar zu, denn es ist in Dosen und
Packungen tatsächlich alles enthalten, was
nicht hinein gehört. Ein schwerwiegender Irrtum
wurde in der Vergangenheit jedoch damit
begangen, dass die Hunde in den meisten
Fällen Tag für Tag und Jahr für Jahr mit den
gleichen Produkten ernährt worden sind.
Hierbei wurden die methodischen Fehler der
jeweiligen Hersteller in der Zusammensetzung
der Hundenahrung für den Dauergebrauch
übernommen und es konnten aufgrund
der aufgezeigten Mängel Schäden entstehen,
die durch eine abwechslungsreiche
Kost hätten vermieden werden können.

 

Entgegen landläufiger Auffassung eignet sich
für den Hund durchaus die menschliche Ernährung
und wer nur einen vierbeinigen
Hausgenossen in der Wohnung hat, kann ihn
durchaus mit den meisten Lebensmitteln oder
Gerichten mitfüttern, indem er eine zusätzliche
Kinderportion zubereitet.
Die Hersteller der industriellen Tiernahrung
übersehen bei der von ihnen zur Abgrenzung
zur menschlichen Ernährung angeführten
»artgerechten Hundeernährung«, dass der
Hund seit mehr als 10.000 Jahren menschliche
Ernährung erhielt und somit menschliche
Ernährung für den Hund im eigentlichen
Sinne »artgerecht« ist.Beim heranwachsenden jungen Hund kann
man ab dem 2. Lebensmonat mit Reis und
Teigwaren sowie mit Eiern, Käse, Geflügel
und Fisch abwechseln. Eine Pasta mit Hackfleisch
und Soße oder ein Eintopf mit Gemüse,
Kräutern, Gewürzen und natürlich frischem
Rindfleisch bekommt jedem Hund. Ein
Butterbrot oder ein Brot mit Leberwurst wird
gern genommen und gut vertragen. Frischmilch
und die gesamten übrigen Milchprodukte
werden in der Regel von allen Hunden
ebenfalls gern genommen und gut vertragen,
auch wenn immer wieder das Gegenteil behauptet
wird. Man wird nicht gerade nach einem
Spaziergang dem Hund erstmals und zur
Löschung des Durstes eine größere Portion
Milch zum Trinken geben, sondern nach einer
Mahlzeit mit ganz kleinen Mengen beginnen
und langsam steigern. Buttermilch, Sauermilch,
Yoghurt und Quark in seinen verschiedenen
Variationen sowie Hart- und Weichkäse
sind für den Hund hochwertige und bekömmliche
Nahrungsmittel.Wenn nachfolgend auf menschliche Ernährung
für den Hund abgehoben wird, soll das
nicht heißen, dass diese über jeden Zweifel erhaben
oder ohne jegliche Beanstandung ist.
Die Skandale der letzten Jahre zeigten vielmehr
hinreichende Mängel der Nahrung wie
des Systems auf. Sie bewiesen aber gleichzeitig
eine gewisse Kontrollfunktion. Bei der Hundeernährung
gab es dagegen mangels Kontrolle
in mehr als 30 Jahren keinen Skandal.
Mit Herz, Leber, Niere, Pansen, Euter und
Muskelfleisch vom eigenen Metzger und Haferflocken
kann man bei Hündin und Welpen
nichts falsch machen, sofern man das reine
organische Kalzium ohne Phosphor und zwar
200/300 mg pro kg/Körpergewicht und eine
Prise Kochsalz nicht vergisst. Die Innereien
sollten vom Rind und nicht vom Kalb oder
Schwein sein, damit das in der Viehzucht trotz
EU Verbot immer noch eingesetzte und in den
Lebern und Nieren junger Schlachttiere gespeicherte
Wachstumshormon Somatotropin
nach Beendigung der Wachstumsphase weitgehend
abgebaut ist.

Gemüse wird vom Hund gut vertragen, sollte
aber zumindest gedünstet sein. Mit Karotten
und dunklen Gemüsen nimmt er Beta-Carotin
als Provitamin A in natürlicher Form auf.
Ebenso ist in vielen Pflanzen Ergosterol als
Vorstufe des Vitamin D3 enthalten. Kartoffeln
sind in verarbeitetem Zustand nützlich und
bekömmlich. Für Zwingerhunde kann man sie
in der Schale kochen und anstelle von Zerealien
mit Schlachtabfällen und Küchenkräutern
mischen. Dagegen sind Salate weniger oder
nicht geeignet.
Auch Obst, insbesondere in Yoghurt oder
Quark gemischte Beerenfrüchte, sind für den
Hund geeignet.
Mit einer derart gemischten Kost erhält der
Hund auch weitgehend alle Vitamine und
Spurenelemente, die er benötigt. Zur Vermeidung
einer Fehlernährung, insbesondere von
Mängeln oder von methodischen Fehlern der
Ernährung ist es unbedingt erforderlich, die
Grundnahrungsmittel des Hundes regelmäßig
zu wechseln.

 

Als man früher beim Hund und noch in den
50er und 60er Jahren im Sektionsmaterial
eine Häufung von Nierenerkrankungen und
parallel hierzu seine geradezu gierige Neigung
zu gesalzener menschlicher Ernährung
festgestellt hatte, zogen die Veterinärmediziner
daraus den Schluss, dass die Nierenschäden
durch das Kochsalz verursacht worden
seien, worauf sie dem Hund das Salz
ganz entzogen. Auf die nahe liegende Idee,
dass gerade der nierenkranke Hund Natriumchlorid
benötigte, weil seine gestörte Niere zu
viel davon ausgeschieden hatte, kamen sie
von selbst nicht. Der Hund war instinktiv intelligenter
wie sie.
Professor Konrad Ullrich, der ehemalige Direktor
der medizinischen Tierklinik der Universität
München, wies die Kollegenschaft ebenfalls
in den 50er und 60er Jahren regelmäßig
aus gutem Grund darauf hin, vor der Verabreichung
von Cortisonpräparaten beim Hautjucken
des Hundes zuerst einmal nach Läusen
und Flöhen zu gucken.
Es war nämlich Usus geworden, beim Symptom
Juckreiz sofort nach der Spritze mit Corticosteroiden
zu greifen. Heutzutage werden
ernähungsbedingte Hautreaktionen mit Diätfutter
und Vitaminen behandelt, die die gleichen
Noxen wie die Grundnahrung enthalten.
Bis in die 70er Jahre diagnostizierten die
meisten Tierärzte die Infektionserkrankungen
des Hundes nach der Devise:
Bis zu einem Jahr ist es Staupe, was darüber
ist, ist Stuttgarter Hundeseuche.“
Dagegen wurde eine stumme und schleichende
Leptospirose in der Regel nicht erkannt.
Noch in den 80er Jahren äußerte der Präsident
einer Landestierärztekammer vor Schutzimpfungen
– aktiven Immunisierungen – zu
den Tierhaltern stets mit gewichtiger Miene:
Mit der Impfung spritze ich jetzt Antikörper,
auf die der Körper zum Schutz vor weiteren
Infektonen Antigene bildet“,
während es in Wirklichkeit gerade umgekehrt
der Fall ist.
Überhaupt war in der Tiermedizin die Diagnose
und Therapie von Infektionserkrankungen
sowie der Umgang mit Antibiotika und Impfstoffen
stets auch mit einem gewissen Maß
an Stümperei verbunden.
Bedenken- und kritiklos werden von den
Kleintiermedizinern Welpen im Alter von 6 - 8
Wochen Simultanimpfungen verabreicht, obwohl
das Immunsystem der jungen Tiere für
eine Antikörperbildung und eine ausreichende
aktive Immunisierung noch nicht ausreichend
entwickelt ist und hierbei auch beträchtliche
Nebenwirkungen mit Organschäden in Kauf
genommen.
In den 90er Jahren lagen noch vielfach wie in
den letzten drei Jahrzehnten zuvor in Tierarztpraxen
offen Gummikatheter, die den Anforderungen
an eine aseptische Katheterisierung
nicht genügten und ein Risiko für
Schmutzinfektionen der Harnwege darstellten.
Viele bis dahin nierengesunde Hunde
wurden erst anlässlich von Routineuntersuchungen
auf diese Art und Weise mit den
hochresistenten Hauskeimen der Praxis infiziert.
Erst in jüngster Zeit ging man zunehmend
auf die sterilen Einmalkatheter aus der
Humanmedizin über und beachtete auch
aseptische Kriterien.
Ebenfalls in jüngster Zeit stürzten sich eine
bereits größere Anzahl der Kleintiermediziner
mit manischem Eifer auf die Hoden und die
Eierstöcke bei Rüden und Hündinnen. Die
Opfer gelangten danach zum neu kreierten
Verhaltenstherapeuten.

 

In unserer Familie hat es immer große Hunde
gegeben, die in der Nachkriegszeit mit Hausmannskost
ernährt worden sind, ohne Probleme,
die traten erst auf, als wir es besonders
richtig machen wollten mit Fertigfutter.“

 

 

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