tosa inu

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Das Fertigfutter

Das erste Fertigfutter für Hunde wurde um
das Jahr 1850 in England hergestellt. Es
handelte sich hierbei um einen Trockenbiskuit
aus Zerealien und Fleischmehl, der
auch als Hundekuchen bezeichnet wurde.
Seit dem Jahr 1885 verbreitete sich die Idee
und das Produkt in den Vereinigten Staaten
und von dort weiter in alle Welt. Mit dem
Aufkommen der Dampfsterilisation traten
noch Fleischkonserven aus Schlachtabfällen
hinzu.
Während das Grundprinzip und die Zutaten
Mühlennachprodukte und Fleischmehl aus
den Anfangstagen bis in unsere Zeit gleich
geblieben sind, wurde die Herstellung des
Fertigfutters seit den 60er Jahren des 20.
Jahrhunderts nach den Kriterien der Massenproduktion
von Schlachttieren, insbesondere
der Kälber- und Schweinemast modifiziert.
Kälbern und Ferkeln wird eine auf optimales
Wachstum und Gewichtszunahme am
Schreibtsich berechnete und ausgerichtete
Mischung aus
Kohlenhydraten, Fetten, Proteinen, Mineralstoffen
und hochdosierten Vitaminen
in den Trog gerührt. Die Mischung besteht
aus 85 - 95 % Zerealien, 2 - 15 % Tiermehlen
und 1 - 3 % Vitamin- und Mineralstoffvormischungen.
Sie wird in voll automatisierten und
elektronisch gesteuerten Verarbeitungs- und
Abfüllanlagen zusamengestellt und für den
Hund anstelle der 25 bzw. 50 kg Säcke in
Kleinpackungen und Dosen abgefüllt und
konfektioniert.
Die industriellen Produkte zur Ernährung des
Hundes werden als Mischfuttermittel bezeichnet
und als dann in Alleinfutter, Ergänzungs und
Beifutter unterteilt. Die Alleinfutter werden
wiederum unterteilt in Trockenalleinfutter,
halbfeuchte Alleinfutter und Feuchtalleinfutter.
Ergänzungsfuttermittel können sowohl
Flocken, als auch die verschiedenen Vitamin und
Mineralstoffpräparate sein.
Hierzu werden Zerealien verschiedener Art
und Herkunft zu Flocken verarbeitet. Die einfache
Speisehaferflocke wurde fast vollständig
aus der Ernährung des Hundes eliminiert.
Als teilweise skurrile Beifuttermittel werden
auf dem Markt neben Brocken, Keksen,
Knabberohren, Kuchen und Snacks in verschiedenen
Varianten auch Astronautennahrungen,
Bio-Aktivatoren, Energie-Pasten,
Power-Mixe und die verschiedensten Tonika
angeboten.
Kein Mensch würde Tag für Tag und Jahr für
Jahr ausschließlich einen Eintopf oder einen
Kuchen essen, von dem er nicht einmal die
Zutaten kennt. Genau das mutet der Mensch
seinem Hausgenossen zu.
Mischungen aus eiweißhaltigen Zerealien
werden geschrotet und Hochdruckwasserdampf
mit teilweise 250 °C ausgesetzt. Die
Kohlenhydrate werden zwar dabei aufgeschlossen,
das pflanzliche Eiweiß jedoch
größtenteils denaturiert und die gesamten
Vitamine zerstört. Erhalten bleiben lediglich
die anorganischen Mengen- und Spurenelemente.
Anschließend wird das Wasser ganz
oder teilweise wieder entzogen und Vitamin und
Mineralstoffmischungen sowie Fette und
Tiermehle zugefügt. Soweit das Futter über
einen Extruder pelletiert wird, werden Mineralstoffe
und Vitamine auch auf gesprüht.
Die Vitamin- und Mineralstoffvormischungen
werden in der Regel von den Herstellern von
Tiernahrung als Bulk-Ware bezogen und fließen
aus verschiedenen Kanälen. Die tatsächliche
Zusammensetzung, die galenische Zubereitung
und die Bioverfügbarkeit im Organismus
unterliegen keiner Kontrolle.
Zu Hundefutter werden Zerealien und
Schlachtabfälle jeglicher Provenienz verwendet.
Bei den Zerealien überwiegen Reis, Mais
und Soja. Hierbei wird gefärbtes und geschmackskorrigiertes
Sojaschrot bis in die
Faserstrukturen zu Fleisch und »fleischigen
Brocken« imitiert. Dass in Sojabohnen Phytoöstrogene,
Saponine, Lectine und Trypsininhibitoren
enthalten sind, interessierte bislang
niemanden absonderlich, zumal diese durch
die Erhitzung angeblich zerstört werden. Mais
und Soja kommen aus den USA, Reis aus
Asien und das übrige verwendete Getreide
meist aus den Silos der EU, wo es in der Regel
zum Schutz vor Schädlingen und zur Verhinderung
der Keimung begast und chemisch
präpariert oft jahrelang auf seine Verarbeitung
wartet.
Dass aber gentechnisch veränderte Sojabohnen
aus den USA in den Lipidstoffwechsel
des menschlichen und tierischen Organismus
eingreifen und zu Fettansatz- und Ablagerungen
in den Blutgefäßen führen, interessierte
ebensowenig. Als das amerikanische Unternehmen
Monsanto Sojamehl aus diesen Lieferungen
von Herstellern menschlicher Ernährung
zurücknehmen musste, gelangten
die Chargen in die Tiernahrung, auch in die
von Hunden. Auf die am Skelett- und Bewegungsapparat
des Hundes entstehenden besonderen
Nachteile wird in den weiteren Abschnitten
noch eingegangen, ebenso auf die
Östrogene.
Bei den aus den Fernsehspots bekannten
saftigen Stücken vom Rind in den Marken
Schappi und Pedigree Pal von Waltham-
Effem handelte es sich über Jahrzehnte
um eine raffinierte Mixtur aus Soja und
den nachstehend noch bezeichneten Zutaten,
der ein faseriges und gestreiftes
Aussehen verliehen worden war. Dieses
Kunstfleisch ließ sich die Muttergesellschaft
Mars in London patentieren (DE
2810009 C 2).
In England bezeichnet man die aus solchen
Rohstoffen entstandene Nahrung als
»Frankenstein-Food«.
Soweit überhaupt Fleisch zu Hundefutter verarbeitet
wird, handelt es sich um »tierische
Nebenerzeugnisse« von Schweinen, Rindern,
Schafen, Wild und Geflügel, die für die
menschliche Ernährung nicht einmal mehr in
der Wurst zugelassen sind. Auch exotische
Tiere und Fische finden Verwendung. Bei den
Säugetieren sind das z. B. Innereien, Bänder,
Sehnen, Fettgewebe, Knochen und Geschlechtsteile.
Beim Geflügel Köpfe, Innereien
nebst Gedärm und Inhalt, Haut und das
ganze Gerippe. Und bei den Fischen all das,
was bei der Verarbeitung nach dem Ausnehmen
und Filetieren als Abfall übrig bleibt.
Dass besonders die inneren Organe von
Schlachttieren und Fischen mit Schadstoffen
jeglicher Art belastet sind, interessierte bislang
ebenfalls niemanden absonderlich.
Diese tierischen Nebenerzeugnisse werden
größtenteils in den Tierkörperbeseitigungsanstalten
zu Tiermehlen verarbeitet. In den
westlichen Ländern werden auch jährlich neben
anderen an verschiedenen Erkrankungen
verendeten Tieren
50 Millionen tote Hunde und Katzen
nebst den bei ihrer Behandlung von Erkrankungen
eingesetzten Medikamenten und den
bei ihrer Euthanasie verwendeten Narkotika
verarbeitet. Die Kadavermehle gelangen somit
in die Nahrungskette von Mensch und Tier.
Ein dramatisches Beispiel stellt die Erkrankung
an BSE dar, bei der über Kadavermehl
von erkrankten und verendeten Schafen die
Erreger der Jakob Creutzfeldt-Erkrankung zunächst
bei Rindern die bovine spongioforme
Enzephalopathie ( BSE) auslösten und schließlich
über den Konsum von Rindfleisch beim
Menschen zu stets tödlichen Erkrankungen
führten.
Diese Verarbeitungbetriebe in der Bundesrepublik
sind im Verband Fleischmehlindustrie
e. V. zusammengeschlossen und verarbeiteten
im Jahr 1999 an Rohstoffen:
Schlachtabfälle und
Schlachtnebenprodukte 2.334.000 t
Gefallene Tiere 361.000 t
(Tierkadaver)
Gesamt 2.695.000 t
zu den Produkten:
Tiermehl, Fleischknochen-,
Blut-, Federn- und Geflügel-
Fleischmehl 701.000 t
Tierfett 310.000 t
1.011.000 t
Tabelle 1
Neben den Kälber-, Schweine- und Geflügelmastbetrieben
deckt die Industrie für
Heimtiernahrung aus diesem Angebot
ihren Bedarf. Auf die Verarbeitung von
Frischfleisch ist keiner der großen Hersteller
eingerichtet. Lediglich kleinere
Unternehmen bieten auch Fleischkonserven
an.
Die grüne Farbe im Inhalt der Beutel und Dosen
soll gesundes Gemüse, die gelbe Farbe
wertvolles Getreide und die rote Farbe in den
Würfeln aus Sojaschrot oder anderen Zerealien
saftiges Fleisch suggerieren. Die Deklarationen
auf den Enzephalopathie auslösten und schließlich
über den Konsum von Rindfleisch beim
Menschen zu stets tödlichen Erkrankungen
führten.

Nahezu die gesamte industrielle Hundenahrung
ist mit Vitamin- und Mineralstoffvormischungen
angereichert und dann steht ein
breites Sortiment von Vitaminen, Spurenelementen
und Mineralien zusätzlich zur Verfügung,
wovon reichlich Gebrauch gemacht
wird. Bei den nachstehend bezeichneten authentischen
Inhaltsangaben handelt es sich
um die typischen Deklarationen der Hersteller.
Die Angaben sind zum Teil gesetzlich vorgeschrieben,
was aber nicht bedeutet, dass
die bezeichneten Werte wissenschaftlich fundiert
sind oder gar einer Kontrolle unterliegen.
In dieser Tabelle wird hohe Wissenschaft vorgetäuscht,
die einer näheren Überprüfung
jedoch nicht standhält.
Die prozentualen Anteile von Rohprotein,
Rohfett, Rohfaser und Rohasche sagen überhaupt
nichts über die Qualität des Futters aus
und sind in der Fütterungspraxis ohne jede
Bedeutung. Kalzium und Phosphor stammen
ganz offensichtlich aus einer Mineralstoffvormischung
und wurden dem Futter ohne Berücksichtigung
des effektiven Kalzium- und
Phosphorgehalts seiner Bestandteile hinzugefügt.
Wenn in einer Mischung aus Fleisch und Zerealien
durch den natürlichen Kalziummangel
und den Phosphorüberschuss ein Missverhältnis
im Kalzium-/Phosphor-Quotienten vorliegt,
bleibt dieses Missverhältnis wenn auch
in einem etwas geringeren Grad bestehen.
Dies um so mehr, als es sich um Kalziumkarbonat
oder das ebenso schlecht resorbierbare
Kalziumphosphat handelt.
Neben den Mengenelementen Kalzium und
Phosphor sind auch die Spurenelemente Eisen,
Zink, Kupfer, Mangan, Selen und Jod in
einer Vollnahrung aus Fleischmehl und Zerealien,
in denen diese Stoffe bereits enthalten
sind, erhöht.
Der Gehalt an Vitaminen A und D3 mit
20.000 IE und 2.500 IE ist für einen Dauergebrauch
wesentlich überhöht und es droht in
Verbindung mit anderen Bestandteilen der
Vollnahrung für den Hochleistungshund
Gehalt an Inhaltsstoffen
Rohprotein 31,0%
Rohfett 18,0%
Rohfaser 2,0%
Rohasche 7,5%
Calzium1,6%
Phosphor 1,2%
Natrium0,4%
Eisen 210 mg/kg
Zink 150 mg/kg
Kupfer 10 mg/kg
Mangan 55 mg/kg
Selen 0,30 mg/kg
Jod 1,5 mg/kg
Zusatzstoffe
Vitamin A 20.000 IE/kg
Vitamin D3 2.500 IE/kg
Vitamin E 150 mg/kg
Vitamin K3 2,0 mg/kg
Vitamin B1 7,6 mg/kg
Vitamin B2 6,4 mg/kg
Vitamin B6 6,4 mg/kg
Vitamin B12 0,065 mg/kg
Nicotinsäure 61,0 mg/kg
Pantothensäure 31,9 mg/kg
Folsäure 1,4 mgkg
Biotin (Vitamin H) 0,47 mg/kg
Cholinchlorid 2,048 mg/kg
Energiegehalt
420 kcal/100 g 1.780 kJ/100 g

Ernährung wie Vitamin- und Mineralstoffpräparaten
aller Art eine Kumulation und chronische
Intoxikation.
Auch die B-Komplex-Vitamine und das Vitamin
E liegen über dem tatsächlichen Bedarf.
Ebenfalls überhöht ist der Gehalt an dem synthetischen
Vitamin K3 (Menadion), dessen
Einsatz beimHund ohne hin umstritten ist.
Während sich die Beimischung der (teuren)
B-Komplex-Vitamine in vertretbaren Grenzen
hält, sind nahezu alle Produkte mit den (billigen)
Vitaminen A und D3 angereichert. Auf
dem Markt findet man kaum noch ein Produkt
mit weniger als 15.000 IE Vitamin A und
2.000 IE Vitamin D3 pro 1.000 g Futter, meist
sind es viel mehr. Nur zwei oder drei Marken
weisen auf dem Etikett kein Vitamin A und
D3 auf.
Im übrigen handelt es sich ausnahmslos um
synthetische Vitamine, die sich pharmakologisch
von den natürlichen unterscheiden und
eine pathophysiologische Wirkung auf den
Organismus ausüben können.
In den westlichen Ländern werden derzeit
80 - 85 % der gesamten Hundepopulation
ganz oder teilweise mit Fertigfutter ernährt.

Während die Hunde und ihre Vorfahren über
Millionen von Jahren mit einer robusten Gesundheit
bis in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts
gelebt und sich fortgepflanzt haben,
nahm in den letzten 40 Jahren die Morbidität
bis auf ebenfalls 80 - 85% dramatisch zu. Allein
70 - 75 % aller Hunde weisen Skeletterkrankungen
auf. In dem gleichen Zeitraum
ging die Lebenserwartung dramatisch zurück.
Gleichermaßen wurden in den westlichen
Ländern für die Herstellung von Tiernahrung
gesetzliche Regelungen erlassen. In den Mitgliedsstaaten
der Europäischen Union (EU)
ist das Futtermittelrecht durch die Kommissionen
in Brüssel weitgehend harmonisiert. In
der Bundesrepublik erließ das Landwirtschaftsministerium
die Futtermittelverordnung
vom 20. 09. 1992 mit Richtlinien sowie einem
weiten und dehnbaren Rahmen.
Ausgehend von den halbstaatlichen Institutionen
in den USA, dem National Research
Council (NRC)und der Association of American
Feed Control Officials (AAFCO) entstanden
in den anderen Ländern ebenfalls Einrichtungen,
die sich in Theorie und Praxis mit
der Ernährung der Haustiere befassen. In
Deutschland übernahm diese Aufgabe die zur
Die Pet Food-Industrie perfektionierte das
Food Design und ernährt den Hund nur
noch mit Fast Food. Dieses wird aber nicht
hergestellt, um den Hund »Healthy and
Happy« (Waltham) zu machen, sondern
um Profit zu erwirtschaften. Es besteht
zweifelsfrei eine Korrelation zwischen der
Fütterung des Hundes mit der neuzeitlichen
Ernährung und der Morbidität seiner
Erkrankungen an Herz, Leber, Pankreas,
Niere, Stoffwechsel und am Skelett sowie
am Immun-System mit der Folge von Allergien,
Infektionen und Krebs.

 

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